Caucasus- the old wild Rock of Adventure & Travel shared with You by Hans

10 February 2013

Touren nach Tuschetien

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Die Passstraße nach Tuschetien, jedes Jahr stürzen hier unvorsichtige Fahrzeuge ab.

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Kurz hinter dem Abano-Pass

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Schafabtrieb im Herbst (eine Reise mit Kaukasus-Reisen)

Khinkali in Tusheti
Khinkali, das sind mit Hackfleisch gefüllte heiße Teigtaschen

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Hinter diesem Berg liegt Tschetschenien

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Ein Schäferhund auf Patrouille

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Blick auf Parsma mit typischer tuschetischer Architektur in Steinbauweise

The Donkey Gang
Kinder und ihre Esel

Autumn in Tusheti
Herbststimmung

Tusheti
Am Pirikiti Alasani

Tuschetien ist ein Kleinod im georgischen Großen Kaukasus, das durch seine abgeschiedene Lage hinter dem hohen Abanopass von knapp 3000 Metern nur von Anfang Juni bis Anfang Oktober erreicht werden kann. Die Tuschen gelten in Georgien als klug, gesellig, mutig, unternehmslustig und fix - viele Tuschen sind im bürgerlichen Leben Piloten, Ärzte, Rechtsanwälte oder Geschäftsleute. Während die Familien früher ganzjährig in den Bergen lebten, setze im 18. und 19.Jahrhundert ein Abwanderungsprozess in die üppige Weinregion Kachetien ein, wo heute die meisten Tuschen in den Dörfern Semo (Oberes) - und Kvemo (Unteres) -Alwani leben.

Georgien mit Tuschetien

In den kurzen Sommermonaten gehen viele tuschetische Familien zurück in die Berge und in ihre angestammten Dörfer um traditionelle tuschetische Feste zu feiern, der Vorfahren zu gedenken und das echte Tuschetien am Leben zu erhalten. Die tuschetischen Schäfer treiben ihre Schafherden aus den Steppen im georgischen Grenzland zu Aserbaidschan im Mai über die schneebedeckten Pässe auf die fetten Sommerweiden, wo die Mutterschafe täglich gemolken werden und der herzhafte tuschetische Schafskäse hergestellt wird. Es gilt für viele junge Tuschen als verpflichtend, wenn nicht schick, für einige Sommer auch mal als Hirte zu arbeiten. Ebenso kann es passieren, dass ein arbeitsloser Physiker oder Soziologe der Großstadt Tbilissi den Rücken kehrt, um sein ehrliches Geld als Schäfer in Gummistiefeln und Filzumhang bei Wind und Wetter in den heimatlichen tuschetischen Bergen zu verdienen. Tuschetische Hirten sind für ihre Schlagfertigkeit, ihren Alkoholkunsum und für harte Arbeit bekannt. Wen sie einmal in ihr Herz geschlossen haben, den vergessen sie nicht mehr !

Viele Familien bauen heute ihre Häuser zu kleinen Pensionen und Gasthäusern um, damit sie sich mit der Versorgung von Touristen etwas Geld dazu verdienen können. Die Übernachtungen in den einfachen und sauberen Unterkünften kosten mit 2-3 mal Essen am Tag um die 25-30 EUR pro Person und Übernachtung.

Bisher kommt die überschaubare Anzahl an Wanderern und Naturfreunden aus Ländern wie Deutschland, Israel, Estland, Slowenien, Polen, Italien und Frankreich. Seit 1-2 Jahren kann man auch junge Russen und Ukrainer wieder häufiger treffen.

Es gibt 3 Wege nach Tuschetien:

Die abenteuerliche Offroadvariante ab Telawi über ca. 100 km nach Omalo - Dauer 5-6 Stunden, je nach Fahrweise und Witterung, nur für erfahrene Fahrer mit 4WD, Touren nach Tuschetien bietet Kaukasus-Reisen an

Zu Fuß und mit/ohne Packpferden in einer mehrtägigen Wanderung von Schatili in Chewsureti über den Atsunta-Pass nach Tuschetien. Dauer ca. 4-5 Tage, ein ortskundiger Führer wird empfohlen. ( Reiseangebot nach Tuschetien )

Zu Fuß und mit/ohne Packpferden durch das Pankissi-Tal  und menschenleere Gegenden in die Täler von Tsova-Tuschetien. Dauer 4-5 Tage, ein ortskundiger Führer wird empfohlen. (via Kaukasus-Reisen auf Anfrage)

Genießen Sie die kaukasische Gastfreundschaft in Tuschetien - ob 3-4 Tage, eine Woche oder ein Vierteljahr, Tuschetien ist ein Abenteuer, das man nicht vergisst und wieder erleben möchte.

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Tushetis da tushebs gaumardjos !

Haben Sie Fragen zu Tuschetien, so kontaktieren Sie mich Hans Heiner Buhr (Kaukasus-Reisen) über kaukasus@gmail.com oder 00995 599 570554







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